Strategie gegen Littering

Das 5-Säulen Konzept Repression, Sensibilisierung, Reinigung, saubere Veranstaltungen und einbezug Gewerbe

In der Stadt Basel stehen rund 1'700 öffentliche Abfalleimer. Das entspricht einem Abfalleimer pro 100 Einwohner. Trotzdem: Rund ein Drittel der Abfälle, die auf öffentlichem Grund anfallen, landet nicht in den Abfalleimern, sondern auf dem Boden. Die Gründe für das Littering sind vielfältig:

  • Die Essgewohnheiten haben sich verändert: Verpflegung findet immer häufiger im öffentlichen Raum statt. Als Konsequenz nehmen auch die Take-away- und Wegwerfverpackungen zu.
  • Die Freizeit wird vermehrt im öffentlichen Raum verbracht.

Zur Eindämmung des Litterings gibt es kein Patentrezept. Einzelmassnahmen zeigten bisher nicht die gewünschte Wirkung. Der Kanton Basel-Stadt begegnet dem Problem deshalb mit einem Massnahmenkatalog, der auf fünf Säulen basiert.

  • Repression

Littering und illegale Entsorgung werden konsequent verfolgt und mittels Ordnungsbussen geahndet. Die Busse für «Verbotenes Beseitigen von Kleinabfällen, sogenanntes Littering» beträgt 80 Franken. Zusätzlich zur Polizei kann auch das Amt für Umwelt und Energie (AUE) Ordnungsbussen erheben. Im AUE sind vier speziell geschulte Abfallkontrolleure tätig.

  • Sensibilisierung

Mit breit angelegten Sensibilisierungskampagnen in Schulen, Kindergärten und im Freizeitbereich werden junge Leute, aber auch Erwachsene, mit Fragen der Abfallentsorgung und des Litterings konfrontiert.

  • Reinigung

Um das gestiegene Abfallaufkommen zu bewältigen und die Sauberkeit an zentralen Lagen länger in die Nacht hinein aufrechtzuerhalten, wurde die Reinigungskapazität bei der Stadtreinigung und der Stadtgärtnerei stark ausgebaut.

  • Saubere Veranstaltungen

Seit dem 1. Januar 2015 gilt die Mehrweggeschirrpflicht für alle öffentlichen Veranstaltungen auf öffentlichem Grund und für Veranstaltungen auf privatem Grund mit mehr als 500 Personen.

  • Einbezug Gewerbe

Take-away-Anbieter sind seit dem 1. Januar 2015 dazu verpflichtet, vor ihrem Ladenlokal während den Betriebszeiten Abfallkübel aufzustellen und auf eigene Kosten zu leeren.
Zudem treffen sich die Grossverteiler Coop, Migros, Manor sowie McDonald’s und der Gewerbeverband BS regelmässig und auf freiwilliger Basis mit dem Amt für Umwelt und Energie, um gemeinsam Massnahmen gegen das Littering zu entwickeln.