Chemische Bodenbelastung

Kugelfang eines Schiessstandes

Gemessene Schadstoffbelastungen im Oberboden

Karte der gemessene Bodenbelastungen
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Gemessene Schadstoffbelastungen im Oberboden (N=230) und dessen Verbleib.

In unserem Stadtkanton mit seiner über 150-jährigen Industriegeschichte, seiner Bevölkerungs- und Nutzungsdichte findet man Schadstoffbelastungen des Oberbodens, die in rund 80 % der untersuchten Standorte einen oder mehrere Richtwerte der VBBo (Verordnung über Belastungen des Bodens, 1998) überschreiten.
 

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Vermutete Schadstoffbelastungen im Oberboden

Karte mit vermuteten Bodenbelastungen
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Vermutete Bodenbelastungen (Prüfperimeter Bodenverschiebungen)

Es gibt mannigfaltige Ursachen, die zu einer Bodenbelastung führen können. Nebst den Emissionen aus Feuerungs- und Industrieanlagen, die sich grossflächig ausbreiten, gehören auch Siedlungsgebiete, die vor 1950 bebaut wurden, dazu. Ferner sind ehemalige und aktuelle Rebberge und Familiengartenareale zu nennen, die mit steigender Nutzungsdauer auch eine steigende Wahrscheinlichkeit für eine Bodenbelastung aufweisen. Des Weiteren sind die Nahbereiche von Hauptverkehrsträgern (Strasse und Eisenbahn) sowie die Abschuss- und Zielbereiche von Schiessanlagen erfahrungsgemäss mit Schadstoffen belastet. Die Synthese dieser Ursachen ergibt den sogenannten «Prüfperimeter Bodenverschiebung».
 

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Was bedeutet dies für Bauvorhaben?

Falls im Rahmen von Bauvorhaben Ober- und Unterboden vor Ort zwischengelagert und anschliessend für die Rekultivierung resp. die Umgebungsgestaltung eingesetzt werden, sind keine speziellen Massnahmen erforderlich.

Falls bei Bauvorhaben ein Überschuss an Ober- und/oder Unterboden entsteht, muss der Boden chemisch untersucht werden, um festlegen zu können, ob dieser an einem anderen Ort wiederverwendet werden kann oder entsorgt werden muss. Ziel ist die Verhinderung eines unkontrollierten Schadstofftransfers, z.B. in die Landwirtschaft oder in den Wald.

Falls bei Bauvorhaben ein Defizit an Ober- und/oder Unterboden besteht, muss die geografische Herkunft resp. die Qualität des zugeführten Materials deklariert werden. Ziel ist hier, die Bodenqualität langfristig zu verbessern, insbesondere im Siedlungsgebiet.

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