Klimawandel

Hochwasser in der Stadt. Im Vordergrund ist ein Hochwasser-Warnschild zu erkennen.

In der Schweiz beziehungsweise im Kanton Basel-Stadt muss infolge des Klimawandels mit wesentlichen Veränderungen gerechnet werden. Allgemein ist mit einer Häufung von Extremereignissen wie Hitzewellen, Trockenperioden, Starkniederschlägen und Überschwemmungen zu rechnen.

Auch wenn die Schweiz im Verhältnis zu anderen Erdteilen von den Klimafolgen noch relativ harmlos betroffen ist, werden Extremereignisse auch bei uns eine andere Dimension als bisher annehmen. An der COP21 (Conference of Parties 21), dem Klimagipfel in Paris im Dezember 2015 einigten sich 195 Länder nach jahrelangen, schwierigen Verhandlungen auf das Ziel, den globalen Anstieg der Temperaturen auf klar weniger als 2 Grad zu begrenzen. Doch ob dieses Ziel erreicht werden kann, ist alles andere als sicher. Derzeit sind die weltweiten CO2-Emissionen pro Jahr weitaus grösser als ihr natürlicher Abbau. Für das 2-Grad-Ziel wäre indessen eine globale Treibhausgasreduktion um 50 bis 80 % gegenüber 1990 nötig.
Dies zeigt: Der Klimawandel und seine Folgen sind unumgänglich. Entsprechende Massnahmen sind auf allen Ebenen – global, national und regional – erforderlich.

Der Regierungsrat des Kantons Basel-Stadt übernimmt bereits heute die Verantwortung auf lokaler Ebene und verfolgt eine Doppelstrategie, bestehend aus Adaptation (Einstellung auf die Klimafolgen) und Prävention (Klimaschutz).
Der «Bericht über die Folgen des Klimawandels im Kanton Basel-Stadt» (2011) zeigt, wo der grösste Handlungsbedarf besteht, welche Massnahmen zu treffen sind und welche Kosten sie verursachen.

Bericht über die Folgen des Klimawandels im Kanton Basel-Stadt, 2011 (PDF, 5.5. MB)

Im Bereich Klimaschutz werden weiterführende Massnahmen für eine klimaverträgliche Politik in Richtung 2 000-Watt-Gesellschaft eruiert. Mit dieser Vorgehensweise setzt der Regierungsrat Wegzeichen für eine lokale Klimapolitik und verfolgt eine nachhaltige Anpassungsstrategie der Kantons- und Stadtentwicklung.

Auf Bundesebene analysiert das Bundesamt für Umwelt für sechs Raumtypen der Schweiz (Jura, Mittelland, Voralpen, Alpen, Südschweiz und Grosse Agglomerationen) sektorenübergreifend die klimabedingten Risiken und Chancen. Dabei werden die neun Sektoren Land-, Wald- und Wasserwirtschaft, Energie, Infrastrukturen und Gebäude, Gesundheit, Tourismus, Biodiversität sowie Freiräume und Grünflächen untersucht. Die Ergebnisse der Risikoanalysen werden als Grundlagen für die Überprüfung und Weiterentwicklung der Anpassungsstrategie an den Klimawandel des Bundesrates und zur Erarbeitung des nächsten Aktionsplans dienen. Die Städte Basel und Genf wurden dazu anhand zweier Fallstudien für den Raumtyp „Grosse Agglomerationen“ im Jahr 2015 analysiert.

Die Resultate der Fallstudie Basel unterstützen die Überprüfung der Massnahmenansätze gemäss Klimafolgenbericht des Kantons Basel-Stadt.

Analyse klimabedingter Risiken und Chancen in der Schweiz, Fallstudie Basel-Stadt, 2015 (PDF, 2.7 MB)

Bundesamt für Umwelt, Analyse der klimabedingten Risiken und Chancen in der Schweiz